Ich betrachte ein beliebiges weltliches System.
Dieses System ist materiell vorhanden; es besteht aus Energie.
Das System ist gegeben in Raum (dreidimensional) und in Zeit (dreimodal).
Es kann von einem externen Beobachter im Raum lokalisiert werden und unterliegt bestimmten Veränderungen in der Zeit.
Das System konstituiert sich aus verschiedenen Elementen (mit unterschiedlichen Eigenschaften), die selber keine Systeme darstellen.
Diese Elemente stehen in einer bestimmten Wechselwirkung zueinander, d.h. es gibt Beziehungen, die eine spezifische Interaktion und Kommunikation ermöglichen (Kausalität, Reziprozität, Korrelationen, funktionale Zusammenhänge).
Durch Zusammenschlüsse bestimmter Elemente können sich Untersysteme bilden.
Diese Untersysteme können aufgrund der Beziehungen ihrer Elemente untereinander neuartige Eigenschaften bilden (Emergenz), die in den Elementen nicht offensichtlich zu finden sind. Diese Eigenschaften können auch Gesetzmäßigkeiten sein, die kausal entweder auf die Elemente des eigenen Systems zurückwirken oder mit anderen Untersystemen wechselwirken.
Die Summe der spezifischen Untersysteme, ihre Größe, Anordnung und Vernetzung, stellen die Struktur des Ausgangssystems dar.
Sowohl die Elemente innerhalb eines Teilsystems, als auch die Untersysteme selber stehen in Interaktion miteinander, durch spezifische Relationen.
Das System, bzw. seine Struktur, entwickelt und verändert sich dadurch in der Zeit (und im Raum).
Die Summe der einzelnen Prozesse und Ereignisse der Untersysteme führt zu einer Dynamik des Gesamtsystems (Eigendynamik) in Raum und Zeit und einer permanenten Umstrukturierung seiner Elemente und Untersysteme.
Da das System stabil bleiben muss, können Veränderungen und Prozesse nicht beliebig sein.
Veränderungen und Prozesse (die Dynamik) müssen immer wieder in einem möglichst optimalen Zustand stabilisiert werden.
Während der Dynamik des Systems in der Zeit entstehen aufgrund vielfältig vernetzter Wechselwirkungen immer wieder emergente Eigenschaften des Systems, die neu, unvorhersehbar und nicht auf die Elemente zu reduzieren sind.
Diese emergenten Eigenschaften können neue Gesetzmäßigkeiten oder auch andere qualitativen Eigenschaften sein (beim Menschen z.B. das Bewusstsein).
Ziel des Systems ist es, sich immer wieder auf einem qualitativ höheren Niveau zu stabilisieren und neue Eigenschaften zu emergieren, die für das System (und seine Umwelt) von Vorteil sind.
Das menschliche Gehirn als komplexestes System im Universum ist hierarchisch, holarchisch und hochgradig vernetzt organisiert.
Dabei entstehen Informationsmuster (z.B. Bewusstseinszustände) hoher Ordnung und Dynamik, die sich u.U. von der materiell- energetischen Aktualisierung in Raum und Zeit unabhängig machen können (Speicherung in „feinstofflichen“ Systemen in „Pararäumen“).
Das Informationsmuster (Energiestruktur, Bewusstseinszustand, Geisteszustand, Geist) mit der größten Komplexität, Ordnung und Dynamik ist der göttliche Geist.
Im Unterschied zum menschlichen Bewusstsein bzw. Informationsmuster ist das göttliche Bewusstsein nicht genötigt, sich materiell – energetisch im Raum- Zeit- Kosmos zu aktualisieren.
Informationsstrukturen von Menschen (die nicht generell an die Raum-Zeit gebunden sind), können bei hinreichender (Struktur-) Ähnlichkeit miteinander interagieren, kommunizieren und gemeinsame Wirklichkeiten schaffen, zum Guten wie zum Schlechten.
Je größer die Strukturähnlichkeit der Informationsmuster, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass neben der normalen Wahrnehmung auch die paranormale Wahrnehmung beteiligt ist.
Das Maß der Strukturähnlichkeit kann als psychische Distanz bezeichnet werden.
Ist die psychische Distanz gleich Null, so kommt es zu vollständiger Resonanz (Wiederklang).
Kommunikation zwischen menschlichen, hinreichend ähnlicher Informationsstrukturen wird KOMM-UNION oder LIEBE genannt.
Interaktion und Kommunikation zwischen dem göttlichen und dem menschlichen Bewusstsein wird GE-BET genannt.
Es gab wahrscheinlich nur einen Menschen, der aufgrund der Strukturähnlichkeit (Strukturgleichheit) seines Bewusstseins mit dem göttlichen Bewusstsein in vollständige Resonanz trat (psychische Distanz gleich Null): Der Mensch Jesus von Nazareth, denn er konnte sagen: „Ich und der Vater sind eins.“
Gott-Vater und Gott-Sohn sind somit nicht voneinander zu trennen und eins im Wesen. Somit kam jedes Wort das Jesus sprach direkt vom Vater: das Wort Gottes.
Der Heilige Geist oder der Geist- Gottes ist ebenfalls eins mit dem Sohn und dem Vater und überall da anwesend, wo menschliche Informations– und Bewusstseinsstrukturen hoch dynamisch und von allen Verunreinigungen frei sind, wie Gott-Vater und Gott-Sohn.
Also gilt: Gott-Vater (verborgen, transzendent), Gott-Sohn (offenbart, quasi-immanent) und der Geist Gottes (immanent-fähig) sind nicht voneinander zu trennen (wesenseins) aber trotzdem nicht miteinander vermischt.
Christen „haben“ also einen trinitarischen Gott.

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