Der Mensch im Nichts

Der Mensch ist geworfen – nackt, allein, in eine Welt ohne Halt. Kein Licht weist ihm den Weg, kein Plan gibt ihm Sinn. Er ist hineingehalten ins Nichts, in eine Leere, die ihn umgibt und durchdringt. Kein Grund trägt ihn, kein Ziel erwartet ihn. Nur die Freiheit bleibt – schrecklich und unerbittlich: die Freiheit, selbst Bedeutung zu schaffen.

Die Welt gleicht einer leeren Bühne, das Stück nie geschrieben. Doch wir müssen spielen, auch wenn niemand zusieht, auch wenn jede Wahl uns weiter ins Ungewisse führt. Unser Schrei nach Bedeutung verhallt in der Kälte, und wir bleiben zurück mit der Angst, dass alles vergebens ist.

Doch wie soll er wählen, wenn alles Fundament fehlt? Jede Entscheidung ist ein Schritt ins Bodenlose, ein Tasten im Dunkeln. Die Welt bleibt stumm, gleichgültig, und der Mensch schreit nach einem Sinn, der nicht kommt. Das ist seine Last, sein Kampf: verloren und frei, zur Verantwortung gezwungen, zu sein in einer Leere, die nichts trägt außer ihm selbst. Ein Flüstern im Wind – und dennoch alles, was bleibt.

So sagt es der Existenzialismus. Können wir das wirklich glauben?

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