Ein Beispiel dafür ist die Gravitationskraft, die bestimmt, wie stark sich Massen anziehen. Wäre sie nur ein wenig größer, würden Sterne schnell in sich zusammenstürzen und ihr Licht kaum lange genug halten, um Leben zu ermöglichen. Wäre sie schwächer, könnten sich Sterne gar nicht erst formen – und das Universum bliebe kalt, dunkel und leer.
Noch faszinierender ist die kosmologische Konstante, die die Expansion des Universums steuert. Sie ist so fein abgestimmt, dass sie das Universum im Gleichgewicht hält: Wäre sie nur einen winzigen Hauch größer, würden Galaxien nie entstehen, weil das Universum zu schnell auseinanderdriften würde. Wäre sie kleiner, würde die Gravitation das Universum frühzeitig in sich zusammenziehen, bevor Sterne und Planeten entstehen könnten.
Warum sind die Gesetze des Universums so perfekt, dass Leben möglich ist? Manche vermuten einen kosmischen Zufall, andere glauben an ein Multiversum, in dem unendlich viele Universen mit unterschiedlichen Einstellungen existieren – und wir leben zufällig in dem einen, das passt. Vielleicht gibt es auch eine tiefere Ordnung, die wir noch nicht verstehen. Doch eines ist sicher: Diese Feinabstimmung erinnert uns daran, wie außergewöhnlich unser Dasein ist, und lädt uns ein, das große Rätsel unseres Universums mit Staunen zu betrachten.

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