Es war ein stiller Abend auf der großen Wiese hinter dem Wald. Der Himmel war mit Sternen übersät, und Peter saß gemütlich auf einem Baumstumpf, während sein Freund, der kleine Maulwurf, neugierig neben ihm buddelte.
„Peter“, sagte der Maulwurf plötzlich, „was sind das für Lichter da oben?“
Peter folgte dem Blick seines kleinen Freundes. Ein seltsames, silbernes Licht tanzte über den Baumkronen, näher und näher. Schließlich landete es mit einem leisen Summen direkt vor ihnen. Es war ein UFO, rund und glänzend, wie aus einem Traum.
Eine Luke öffnete sich, und ein Wesen stieg heraus. Es war klein, mit schimmernder, grünlicher Haut und großen, freundlichen Augen, die wie zwei tiefe Teiche wirkten.
„Hallo“, sagte das Wesen mit einer sanften, klingenden Stimme. „Ich bin Zilo. Ich komme von weit her.“
Peter und der Maulwurf blickten sich an, unsicher, doch die Wärme in Zilos Stimme nahm ihnen die Angst.
„Von wo kommst du?“ fragte Peter mutig.
Zilo lächelte. „Von einem Ort, den ihr Menschen nicht sehen könnt. Ein Ort, wo das Licht tanzt und die Zeit flüstert. Dort gibt es keine Streitereien, keine Zerstörung, nur ein großes Miteinander.“
Der kleine Maulwurf schnupperte neugierig. „Das klingt schön. Warum bist du hier?“
„Ich beobachte“, sagte Zilo, während er auf die Wiese blickte. „Ich sehe, wie eure Welt lebt, atmet und gleichzeitig leidet. Ihr habt so viel Schönheit – die Wälder, die Ozeane, den Wind, der durch die Felder streicht. Aber ihr seid oft so beschäftigt, dass ihr es vergesst.“
Peter spürte ein seltsames Kribbeln in seinem Herzen. „Was siehst du, wenn du uns anschaust?“ fragte er leise.
Zilo setzte sich auf den Boden und betrachtete Peter und den Maulwurf. „Ich sehe Neugierde, Liebe, und einen Funken, der einzigartig ist. Doch ich sehe auch, wie ihr mit dem, was ihr habt, kämpft. Eure Welt ist wie ein kostbarer Garten, den ihr pflegen könntet, doch manchmal reißt ihr die Blumen heraus, ohne es zu merken.“
„Und was sollen wir tun?“ fragte der kleine Maulwurf, dessen schwarze Knopfaugen glänzten.
„Vielleicht,“ sagte Zilo, „könnt ihr anfangen, indem ihr hinschaut. Seht die Sterne, die Wiese, die Erde unter euren Füßen. Wenn ihr versteht, wie alles miteinander verbunden ist, werdet ihr wissen, was zu tun ist.“
Peter nickte nachdenklich. „Denkst du, wir schaffen das?“
Zilo stand auf und legte eine schimmernde Hand auf Peters Schulter. „Jeder kleine Schritt zählt. Ihr habt die Fähigkeit, Wunder zu erschaffen, wenn ihr es versucht.“
Die drei blieben eine Weile schweigend sitzen, die Sterne über ihnen leuchteten heller denn je. Schließlich ging Zilo zurück zu seinem UFO.
„Danke, dass ihr mir zugehört habt,“ sagte er, bevor er einstieg. „Und denkt daran: Euer Planet ist euer Zuhause. Passt gut auf ihn auf.“
Mit einem leisen Summen stieg das UFO in den Himmel und verschwand zwischen den Sternen.
Peter und der kleine Maulwurf sahen ihm nach. „Weißt du was?“ sagte der Maulwurf schließlich. „Ich glaube, er hat recht.“
Peter lächelte. „Ja, das hat er.“
Und so saßen sie noch lange da und schauten in den Himmel, der voller Geheimnisse und Möglichkeiten war – ein Himmel, der plötzlich viel größer erschien als zuvor.

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