Schrödingers Katze ist ein Gedankenexperiment aus der Quantenphysik, das die Rolle des Beobachters betont. Eine Katze wird in eine Box gesperrt, zusammen mit einem radioaktiven Atom und einem Mechanismus: Zerfällt das Atom, wird Gift freigesetzt, und die Katze stirbt. Laut der Quantenphysik befindet sich das Atom – und damit die Katze – gleichzeitig im Zustand „zerfallen“ und „nicht zerfallen“. Das bedeutet: Solange die Box geschlossen ist und niemand nachschaut, ist die Katze gleichzeitig lebendig und tot.
Der entscheidende Punkt: Der Beobachter spielt eine aktive Rolle, denn erst durch das Öffnen der Box und die Beobachtung wird der Zustand „festgelegt“ – entweder die Katze lebt oder sie ist tot. Damit zeigt Schrödinger das Paradox der Quantenwelt: Objekte können in mehreren Zuständen existieren, solange sie nicht beobachtet werden. Der Akt des Beobachtens „entscheidet“ also über die Realität.

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