Neutronensterne – Leuchttürme im Kosmos

Ein Neutronenstern ist das verblüffende Überbleibsel eines massereichen Sterns, der am Ende seines Lebens explodiert. Doch wie entsteht er?

1. Entstehung: Wenn ein großer Stern seinen Brennstoff verbraucht hat, explodiert er in einer gigantischen Supernova. Dabei werden die äußeren Teile ins Weltall geschleudert. Der Kern aber bleibt zurück und wird unter seiner eigenen Schwerkraft so stark zusammengedrückt, dass sogar die Atome „zerquetscht“ werden. Elektronen und Protonen verschmelzen zu Neutronen. Das Ergebnis: ein winziger, aber unfassbar dichter Sternkern – der Neutronenstern.

2. Unglaubliches Gewicht: Obwohl ein Neutronenstern nur etwa 20 Kilometer groß ist – kaum größer als eine Stadt – wiegt er mehr als unsere Sonne! Ein winziger Teelöffel dieser Materie würde etwa eine Milliarde Tonnen wiegen – so viel wie ein gigantisches Gebirge.

3. Rasante Drehung: Nach seiner Entstehung dreht sich der Neutronenstern rasend schnell – oft hundert Mal pro Sekunde oder noch schneller. Aus seinen Polen schießen dabei Lichtstrahlen ins All. Wenn diese Strahlen zur Erde zeigen, sehen wir regelmäßige „Blinksignale“ – einen sogenannten Pulsar.

Ein Neutronenstern ist also das Endprodukt einer gewaltigen Sternenexplosion, dabei klein, unglaublich schwer und ein rasanter Dreher. Er zeigt uns die extremsten Kräfte, die das Universum zu bieten hat.

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