Quasare gehören zu den extremsten und faszinierendsten Objekten im Universum. Sie sind so unglaublich hell, dass sie selbst aus Milliarden Lichtjahren Entfernung sichtbar sind – heller als ganze Galaxien. Doch was steckt hinter diesen kosmischen Leuchttürmen?
Ein Quasar ist der aktive Kern einer fernen Galaxie, in dessen Zentrum sich ein supermassereiches Schwarzes Loch befindet. Dieses Schwarze Loch „frisst“ gewaltige Mengen an Materie, die spiralförmig in seine Nähe gezogen wird. Bevor die Materie verschluckt wird, heizt sie sich durch Reibung auf extreme Temperaturen auf und sendet dabei gewaltige Mengen an Licht und Energie aus – oft in Form von Röntgenstrahlen und Radiowellen.
Quasare sind so hell, dass sie die restliche Galaxie, die sie umgibt, überstrahlen. Ihr Licht erreicht uns aus der fernen Vergangenheit, weil es Milliarden Jahre braucht, um zur Erde zu gelangen. Damit sind Quasare Fenster in die Anfangszeit des Universums – sie zeigen uns, wie Galaxien in den ersten Milliarden Jahren nach dem Urknall entstanden und wuchsen.
Der Begriff „Quasar“ kommt übrigens von „quasi-stellar object“ (sternähnliches Objekt), weil sie in frühen Teleskopen wie Sterne aussahen. Heute wissen wir, dass sie gigantische Kraftwerke sind, angetrieben von den stärksten Kräften im Universum.
Quasare erinnern uns daran, wie dynamisch das Universum ist und welche unglaubliche Energie in seinen extremsten Regionen freigesetzt wird – Energie, die unsere Vorstellungskraft sprengt.

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