Fröhliche Weihnachten auch für Aliens?

Jedes Jahr an Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus  – Gott wird Mensch, um uns nahe zu sein, so sagen die Theologen. Doch was wäre, wenn es im Universum noch andere intelligente Lebewesen gäbe? Würden die Außerirdischen dann auch eine „Weihnachtsgeschichte“ erleben? Müsste Jesus auf anderen Planeten immer wieder geboren werden? Oder anders gefragt: Wie würde Gott sich diesen fremden Zivilisationen zeigen?

Der Theologe Armin Kreiner hat sich genau mit dieser spannenden Frage beschäftigt. Seine Antwort: Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus ist etwas Einzigartiges – ein besonderes Ereignis für uns Menschen hier auf der Erde. Das bedeutet aber nicht, dass Gott nicht auch für mögliche Außerirdische da wäre.

Wenn Gott das ganze Universum geschaffen hat, wäre er schließlich auch groß genug, um sich anderen Lebewesen auf ihre eigene, für sie passende Weise zu zeigen. Vielleicht bräuchten sie gar keine „Weihnachtsgeschichte“, so wie wir sie kennen, weil Gott ihnen auf eine ganz andere Art begegnet. Schließlich denken wir oft zu „irdisch“ – als müsste Gott auf jedem Planeten genau dasselbe tun wie bei uns.

Für Kreiner zeigt diese Frage vor allem eines: Gottes Handeln ist viel größer, als wir es uns vorstellen können. Wenn es außerirdisches Leben gibt, könnten sie ihre ganz eigene „Beziehung“ zu Gott haben – vielleicht durch andere Formen von Offenbarung, andere Wege der Nähe oder auch ganz andere Geschichten. Wer weiß, vielleicht blicken sie eines Tages zu den Sternen und fragen sich genauso wie wir: Sind wir allein?

Weihnachten lädt uns also nicht nur dazu ein, über die Menschwerdung Gottes zu staunen, sondern auch über die unendliche Weite des Universums. Denn wenn es Leben auf anderen Planeten gibt, würde Gott auch dort seinen Weg zu ihnen finden – so einzigartig und geheimnisvoll, wie er es auch bei uns getan hat.

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