Das Flimmern der Ewigkeit Kapitel 25: Die Männer

Es war später Abend, und Elena saß noch für die Analyse von Daten in ihrem Arbeitszimmer, als es an der Tür klopfte. Zuerst dachte sie, es sei jemand vom Labor oder vielleicht ein Freund, aber als sie öffnete, standen zwei Männer vor ihr. Sie waren in schwarz gekleidet, ihre Gesichter mit einer ernsten Miene versehen, die jegliche Wärme vermissen ließ.

„Elena, wir müssen mit dir sprechen“, sagte der größere der beiden, seine Stimme ruhig, aber bestimmt.

„Worum geht es?“, fragte sie und spürte eine unbestimmte Nervosität, die sich langsam in ihren Magen schlich. Die Männer traten ohne eine weitere Einladung ein.

„Die Konferenz, an der du teilgenommen hast, ist aufgelöst worden“, begann der andere, etwas kleiner und mit einem stechenden Blick. „Was du dort gehört und gesehen hast, bleibt unter Verschluss. Du musst über alles Stillschweigen bewahren.“

Elena schluckte. Eine offizielle Auflösung der Konferenz? Das kam unerwartet.

„Was bedeutet das?“, fragte sie schließlich, sich bemühend, ihre Stimme ruhig zu halten.

„Es bedeutet“, erklärte der größere Mann, „dass du nun unter der Aufsicht einer speziellen Einheit stehst. Diese Angelegenheit wird jetzt von einer gesonderten Abteilung innerhalb derer Regierung und den zuständigen Geheimdiensten übernommen. Weitere Anweisungen werden dir in Kürze zugestellt. Aber bis dahin darfst du mit niemandem über das sprechen, was du erfahren hast.“

Die beiden Männer sahen sich kurz an. Elena konnte das kalte, undurchdringliche Verständnis in ihren Augen sehen. Es war nicht nur eine Warnung, es war eine Drohung. Sie mussten es ernst meinen.

„Was passiert jetzt mit den Daten?“, fragte sie, auch wenn sie wusste, dass es keine Antwort auf diese Frage geben würde.

„Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Du hast deine Aufgabe getan. Nun werden wir uns darum kümmern“, sagte der kleinere Mann.

„Aber… was, wenn ich nicht zustimme?“, entfuhr es Elena. Ihre Neugierde und ihr Widerstand, in diese Situation gedrängt zu werden, brannten in ihr.

„Das tust du besser“, erwiderte der größere Mann. „Die Dinge sind jetzt nicht mehr in deiner Hand. Du wirst gehorchen, oder die Konsequenzen werden dich finden. Vertrau mir.“

Für einen Moment war es still, nur das leise Surren eines Kühlschranks durchbrach die bedrückende Atmosphäre. Elena spürte, wie sich ihre Kehle zuschnürte.

„Wir werden dich benachrichtigen, wenn wir mehr wissen. Bis dahin“, sagte der kleinere Mann, „halte dich bitte an die Anweisungen.“

Und damit verließen sie das Zimmer. Die Tür schloss sich mit einem leisen Klicken hinter ihnen, und Elena blieb wie betäubt zurück.

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