Flug zu den Sternen Kapitel 4: Die Astronautin

Die Einladung kam eines frühen Morgens, als Elena in ihrem Büro saß und durch die Daten des neuesten Teleskop-Updates blätterte. Ihr Posteingang zeigte eine E-Mail der NASA mit dem Betreff: „Dr. Elena Carter – Alpha Centauri Mission“. Für einen Moment hielt sie den Atem an. Sie hatte Gerüchte gehört, dass eine bemannte Mission in Planung war, doch jetzt war es offiziell.

Die Nachricht war klar und prägnant. Die NASA plante die erste interstellare Expedition – eine Reise zu Edenes, dem erdähnlichen Planeten in der habitablen Zone von Alpha Centauri A. Elena war als potenzielle Crew-Mitglied nominiert worden, aufgrund ihrer wissenschaftlichen Expertise und ihrer Beiträge zur Erforschung des Planeten. Es war eine Einladung, die alles verändern würde.

Elena lehnte sich zurück und ließ die Nachricht sacken. Eine Reise zu Alpha Centauri – ein Traum, der die Grenzen dessen sprengte, was sie je für möglich gehalten hatte. Doch die Mission war nicht ohne Risiko. Das Raumschiff, benannt Aurora, würde mit revolutionären Lichtsegeltechnologien ausgestattet, die es auf bis zu 20 % der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen sollten. Dennoch würde die Reise mindestens 20 Jahre dauern. Es war ein einmaliger Weg, ohne die Garantie, jemals zurückzukehren.

Sie starrte aus dem Fenster. Der Himmel war klar, und die Sterne funkelten schwach in der Morgendämmerung. Alpha Centauri war mit bloßem Auge nicht sichtbar, doch Elena konnte sich den Stern in ihrer Vorstellung lebhaft vorstellen. Er war ein Symbol für die Sehnsucht der Menschheit, die Grenzen des Bekannten zu überwinden.

Das Klopfen an ihrer Tür riss sie aus ihren Gedanken. Tarek, ihr langjähriger Freund und Kollege, trat ein. „Ich nehme an, du hast die Nachricht bekommen,“ sagte er mit einem wissenden Lächeln.

„Ja,“ antwortete Elena und zeigte auf ihren Bildschirm. „Es ist surreal.“

„Bist du dir sicher, dass du das machen willst? Das ist nicht nur eine Mission. Es ist ein Abschied von allem, was du kennst.“

Elena nickte langsam. „Ich weiß, aber wie könnte ich nein sagen? Es ist Edenes. Es ist Alpha Centauri.“

Tarek setzte sich ihr gegenüber und schwieg einen Moment. „Du bist dafür gemacht,“ sagte er schließlich. „Aber es wird nicht leicht. Du wirst Jahrzehnte deines Lebens dafür opfern.“

„Es ist kein Opfer,“ erwiderte Elena leise. „Es ist eine Berufung.“

Die Wochen darauf waren ein Wirbelsturm aus Vorbereitungen und Entscheidungen. Die Mission erforderte das Beste aus Wissenschaft, Technologie und menschlicher Entschlossenheit. Das Team bestand aus einer Handvoll Astronauten und Wissenschaftlern, sorgfältig ausgewählt aus Hunderten von Bewerbern. Elena war die einzige Kosmologin – diejenige, die das große Bild verstehen sollte.

Am Abend vor ihrem Abflug brachte Elena Nelly zu Tarek. Die kleine Hündin kuschelte sich an ihn, als würde sie ahnen, dass etwas Besonderes bevorstand. „Ich passe auf sie auf, keine Sorge,“ sagte Tarek und versuchte ein Lächeln, das mehr Traurigkeit als Zuversicht verriet.

Zurück zuhause wartete ihr Vater, der sie mit einer festen Umarmung empfing. „Du wirst uns fehlen, aber du gehörst zu den Sternen,“ sagte er leise, seine Stimme brüchig. Sie sprachen nicht lange, nur kleine, bedeutungsvolle Worte, die alles sagten.

Das Raumschiff Aurora war ein technisches Wunderwerk. Nachdem es vor 20 Jahren  gelungen war, ausreichend Antimaterie in Teilchenbeschleunigern zu erzeugen und das Problem der magnetischen Abschirmung zu lösen, war es zum Materie-Antimaterie-Antrieb nicht mehr weit. In der Aurora wurde die neuste Version verwendet.Die Reise würde die Besatzung in den Winterschlaf versetzen, während autonome Systeme die Aurora durch die Tiefen des Alls navigierten. Für Elena war das Konzept ebenso faszinierend wie beängstigend.

Am nächsten Morgen stand sie vor der Aurora, einem glatten, eleganten Schiff, das bereit war, die Grenzen des Möglichen zu sprengen. Die Sterne riefen, und Elena antwortete. Mit festem Schritt betrat sie das Schiff, das sie zu den Sternen bringen würde. Edenes wartete, und mit ihm die Möglichkeit, Antworten auf die größten Fragen der Menschheit zu finden.

Die Reise würde die Besatzung in den Winterschlaf versetzen, während autonome Systeme die Aurora durch die Tiefen des Alls navigierten. Für Elena war das Konzept ebenso faszinierend wie beängstigend.

Am nächsten Morgen stand sie vor der Aurora, einem glatten, eleganten Schiff, das bereit war, die Grenzen des Möglichen zu sprengen. Die Sterne riefen, und Elena antwortete. Mit festem Schritt betrat sie das Schiff, das sie zu den Sternen bringen würde. Edenes wartete, und mit ihm die Möglichkeit, Antworten auf die größten Fragen der Menschheit zu finden.

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