Die Frage, ob alle Verbrechen je vergeben werden könnten, ist älter als jede Religion und brisanter als jedes Gesetz.Sie berührt das Herz des Menschseins: die Spannung zwischen Schuld und Gnade, zwischen Leid und Hoffnung, zwischen Endlichkeit und Ewigkeit. 1. Der Traum universaler Vergebung Tief in uns lebt der Wunsch, dass nichts endgültig verloren gehen darf... Continue Reading →
Der philosophische Kampf
Philosophie ist kein Elfenbeinturm. Kein Zeitvertreib für Sonntage.Philosophie ist Kampf. Ein stiller, zäher, innerer Kampf – um Selbstachtung.In einer Welt, die permanent Geschwindigkeit, Effizienz und Konformität verlangt,ist das Denken ein Akt des Widerstands.Wer fragt, wo andere folgen, stellt sich quer.Wer nach dem Sinn sucht, wo andere nur noch „funktionieren“, riskiert Einsamkeit – aber bewahrt seine... Continue Reading →
Friedrich Schiller – Über das Erhabene
"Nicht das macht uns frei, dass wir nichts über uns anerkennen wollen, sondern eben, dass wir etwas verehren, das über uns ist. Denn indem wir es verehren, heben wir uns zu ihm hinauf und legen durch unsere Anerkennung an den Tag, dass wir selber das Höhere in uns tragen und wert sind, seinesgleichen zu sein."... Continue Reading →
Selbstverständlichkeiten
Das Auge mit dem ich sehe, das Herz, das in mir schlägt, die funkelnden Sterne über mir, der Mensch, der mich lehrt: Selbstverständlichkeiten? Das Brot, das ich esse, das Wasser, das ich trinke, die Sonne, die mich wärmt, der Mensch, der mich tröstet: Selbstverständlichkeiten? Photo by George Becker on Pexels.com
Perspektiven
Hast du schon einmal eine Tasse gesehen? Die ganze Tasse? Aus allen Perspektiven? Zur gleichen Zeit? So hat jeder Mensch seine Perspektive. Perspektiven ändern sich, von Zeit zu Zeit, von Blickwinkel zu Blickwinkel. Doch die Tasse gibt es, sonst gäbe es keine Perspektiven von ihr. Das ist doch eine verbindende Perspektive, oder? Photo by eric... Continue Reading →
Der Mensch im Nichts
Der Mensch ist geworfen – nackt, allein, in eine Welt ohne Halt. Kein Licht weist ihm den Weg, kein Plan gibt ihm Sinn. Er ist hineingehalten ins Nichts, in eine Leere, die ihn umgibt und durchdringt. Kein Grund trägt ihn, kein Ziel erwartet ihn. Nur die Freiheit bleibt – schrecklich und unerbittlich: die Freiheit, selbst... Continue Reading →
Der verkehrte Mensch
„Immer kommt er zu früh oder zu spät,immer schläft er, wo er wachen sollte,immer regt er sich auf, wo er ruhig bleiben dürfte. Immer schweigt er, wo er reden sollte,und immer führt er das Wort, wo Schweigen das allein gute Teil wäre. Immer lacht er, wo er weinen sollte,und immer weint er, wo er getrost... Continue Reading →
Aufmerksam sein
Sieh´ den Hund, ein Bündel Freude und den Spatz auf seinem Ast. Sieh´ die Katze dort im Felde und das Kind an Mutters Hand. Hier, der Alte mit dem Stock. Dort, das Mädchen, frohgemut: Alles kommt zu dir in Scharen, aufmerksam den Tag erfahren. Photo by Pixabay on Pexels.com
Wünsche
Ich wünsch´ dir die Sonne, um dich zu erwärmen, ich wünsche dir Träume, um auch mal zu schwärmen. Ich wünsche dir Regen, um dich zu erfrischen, ich wünsch´ dir die Kraft, die Angst wegzuwischen. Ich wünsche dir Blumen, um dich zu erfreuen, ich wünsch´ dir den Mut, um nichts zu bereuen. Ich wünsche dir Freunde, um... Continue Reading →
Zauberhaft
Der Sternenhimmel, welch ein Zauber, der Mond bei Nacht, ein Zauber, Kinderlachen, welch ein Zauber, Lieder und Gesang, ein Zauber, Gläserklingen, welch ein Zauber, Wein und Brot, ein Zauber, das Funkeln auf dem Schnee, ein Zauber, Sonne auf dem Haar, ein Zauber, Willst du mehr von diesem Zauber, halt den Geist schön sauber.
Weltgeist
Ein jeder trägt die eigene Welt im Geist, durch die er auf den eigenen Wegen reist; mit eigenen Regeln und Gesetzen, mit eigenen Träumen, eigenen Schätzen. Photo by Suzy Hazelwood on Pexels.com
Allein sein
Allein sein. Ein Moment für sich. Nicht Flucht, sondern Einkehr. Das Chaos der Welt leise ausblenden,die eigene Stille lauschen. In sich gehen,tief, wie eine Wanderung durch einen dichten Wald,wo der Wind Geschichten flüstertund die Schatten keine Bedrohung sind,sondern sanfte Umarmungen der Vergangenheit. Sich spüren,jeden Atemzug,jeden Schlag des Herzens,als wäre er ein Echo des Universums selbst.... Continue Reading →
Mensch und Weltseele
Die Weltseele gleicht der Sonne,ihr Licht strahlt endlos und ungeteilt. Der Mensch ist ein kleines Tor,durch das ihr Glanz in diese Welt tritt.In ihm wird die Weltseele lebendig,sie atmet durch seine Augen,fühlt durch seine Haut. Was den Menschen berührt,das berührt auch sie, die Weltseele.Schließt sich das Tor am Ende des Lebens,zieht sie sich sanft zurückin... Continue Reading →
Tanz der Worte
Interesse zeigen,einander zuhören,sich in den anderen hineinfühlen. Ein Tanz der Worte,eine Reise zu zweit,ein gemeinsames Denken. Gedanken finden Klarheit,Gefühle entfalten sich,neue Perspektiven öffnen sich. Schritt für Schritt:einander verstehen. Photo by Chris F on Pexels.com